Über Mich

Musikerin und Sängerin. Naturverbunden. Für kindgerechte Wege jenseits starrer Strukturen.

Nach 3,5 Jahren als Vollzeit-Musikerin in einer der grössten Kitas Zürichs sah ich deutlicher denn je, wie weit sich viele Kindheiten von natürlicher, freier Entwicklung entfernt haben. Ich bin am Waldrand aufgewachsen – wild, frei, mit Föhnsturm und Froschteich. In der Stadt erlebe ich Kinder, die morgens unter Tränen abgegeben und abends überreizt abgeholt werden. Das wurde oft als „normal“ erklärt. Für mich ist Häufigkeit kein Qualitätsmerkmal.

Ich habe versucht, von innen zu verändern. Ich investierte in Gespräche und in die Musik. Doch Musiklektionen im grossen Gruppensetting funktionieren nicht für alle – besonders nicht für Kinder mit ADHS, im Autismus-Spektrum oder mit sensibler Wahrnehmung. Ihre Überforderung galt als Kollateralschaden. Gleichzeitig sah ich Teams ohne Feingefühl und Nachwuchs, der in wenigen Monaten ausbrennt. Die Rahmenbedingungen lassen wenig Raum für echte Qualität.

Das Problem ist grösser als einzelne Häuser. Es ist strukturell, gesellschaftlich und politisch. Fehlt früh Urvertrauen, lernen Kinder zu funktionieren statt zu fühlen. Kindheit braucht Zeit, Spiel, Erkundung und Grenzen im eigenen Tempo. Kinder sind keine Projekte oder Rohdiamanten. Sie sind von Anfang an Menschen und brauchen Erwachsene, die sie sehen statt nur „beschäftigen“.

Darum steige ich aus dem bestehenden System aus. Nicht aus Resignation, sondern aus Konsequenz. Ich baue ein Angebot auf, das dem Kind auf Augenhöhe begegnet – naturverbunden, klein, achtsam und individuell. Für Eltern, die weniger Verwaltung und mehr Beziehung wollen.